Der SOUTH AFRICAN

BOERBOEL…

ist eine noch recht junge, von der FCI nicht anerkannte südafrikanische Hunderasse. Ursprünglich hatte der Boerboel oder Burbull spezielle Aufgaben, die heute und hier nicht von Bedeutung sind. Im 17. Jahrhundert siedelten sich zumeist niederländische, aber auch deutsch- und französischsprachige Farmer und Viehzüchter am Kap der guten Hoffnung an und brachten zu ihrem Schutz große Hunde mit. Diese Buren (afrikaans: Boere, wörtlich Bauern) selektierten im Laufe der Jahre ihre Hunde hinsichtlich der Aufgabe, vor allem vor Wild- tieren und Viehdieben zu schützen. Große und kräftige Hunde wurden schon zu allen Zeiten für die verschiedens- ten Dinge genutzt. Es soll Abbildungen geben, die bis ins Jahr 2000 vor Cristus zurückreichen und es gibt Aufzeich- nungen, dass diverse Könige bereits solcherart Hunde für Kämpfe und Kriege nutzten. Durchgesetzt hat sich in Süd- afrika ein massiger Hofhund, der erst Ende des 20. Jahrhunderts in den Rang einer Rasse erhoben und South African Boerboel genannt wurde. Die South African Boerboel Breeders´Society (SABBS) hat inzwischen weltweit ca. 650 Züchter und der Rassestan- dard beschreibt einen großen und kräftigen Hund. Natürlich wird der Boerboel heute in Europa nicht für Kriege eingesetzt und in den wenigsten Fällen hat er Vieh zu bewachen. Die zunehmende Beliebtheit des Boerboels gründet auf seinem loyalen Wesen, seiner Stattlichkeit und leider auch oft auf dem Status denken einiger Men- schen. Es handelt sich beim South African Boerboel um einen kräftigen Hund, der durchaus als Bodyguard bezeichnet werden kann, sich wunderbar in eine Familie integriert und erstaunlicherweise bei kleinen oder benachteiligten Men- schen besondere Vorsicht zeigt. Dies sind jedoch keine in die Wurfbox gelegten Eigenschaften, sie müssen geför- dert und trainiert werden. Der Züchter beginnt bereits mit diesem Training und es sollte nahtlos beim Boerboel- halter fortgeführt werden. Man könnte dieses Training mit der Erziehung eines Kindes gleichsetzen. Es sollte viel lernen, Freiraum für Spiel haben und dennoch die Regeln des Lebens begreifen. Das Zauberwort beim Boerboel heißt liebevolle Konsequenz.

Der SOUTH AFRICAN

BOERBOEL…

ist neben seiner Stattlichkeit ein aktiver Hund, der terri- toriales Verhalten zeigt und Fremden mitunter ausge- prägtes Misstrauen entgegenbringt. Diese Eigenschaften müssen gelenkt werden. Ein Boerboel ist also kein Hund, der nebenher läuft und mit einem Labrador oder Pudel vergleichbar wäre. Schon so mancher Hundehalter hat seine Grenzen kennen lernen dürfen und nicht selten wird aufgegeben, wenn der Hund 1 bis 2 Jahre alt ist. Vielfache Veräußerungsan- gebote in den Medien belegen diesen Umstand. Die optimale Lebensumgebung für einen Boerboel ist ein eigenes Grundstück und ein intaktes Familienleben, mög- lichst nicht mitten in der City. Auch das zusammenleben mit Kindern ist gut möglich, jedoch sollte nicht nur der Hund Regeln lernen, sondern auch und besonders das Kind. Der Boerboelhalter trägt also eine große Verantwor- tung für seinen Hund und sollte sich dessen auch bewusst sein. Es könnte auch bedeuten, anfängliche Erziehungs- fehler mit gezielten Training langwierig auf arbeiten zu müssen. Da der Boerboel gern und viel frisst, ist er mit Belohnun- gen leicht zu lenken. Aber er kann auch sehr schnell wachsen. Was nicht immer vorteilhaft für Knochen und Gelenke ist. Daher ist der Boerboelhalter gut beraten, besonders im ersten Lebensjahr seines Hundes auf die Ernährung zu achten und Überlastungen zu vermeiden.
R a s s e z u c h t v e r e i n f ü r d e n S o u t h A f r i c a n B o e r b o e l i n D e u t s c h l a n d
Boerboel Josera